Wenn man einigermaßen oft im Internet unterwegs ist, wundert man sich oft sehr über die digitale Entblößung, die viele Kinder sich leisten. Ja, ich meine nicht Teens oder sonst eine verniedlichende Form, ich rede von Kindern, selbst wenn sie sich anziehen und verhalten wollen wie Erwachsene. Dieser Beitrag richtet sich insbesondere an Eltern, die sich verantwortungsvoll mit den Internetgewohnheiten ihrer Kinder auseinandersetzen sollen.

Auch Kinder wollen Quote um Jeden Preis - ein Beispiel

Erwachsen zu sein bedeuted, Verantwortung zu tragen und sich nicht der Masse so zu offenbaren, wie z.B. diese junge Frau es tut:

Schaut man sich den Kanal von der jungen Frau an, so gibt sie an, Sexualität für alle offen darstellen zu wollen. Das Video, was ich hier eingebetter habe, zeigt jedoch, worum es Ihr im eigentlichen geht: Klicks. Es ist eine ziemlich robuste Strategie, Videos über Sexualität etwa bei Youtube hochzustellen und zu warten, bis es hochfrequentiert ist. Die Intention der Besucher liegt dabei weniger auf der Informationsseite als bei nackten Tatsachen. In dem Video brüskiert sich das Kind (ja, für mich ist es das) dann auch darüber, worüber die Kommentare handeln: Im wesentlichen solle sie doch zeigen, "was sie hat".

Das Brüskieren ist dabei natürlich nur Masche. Sicherlich freut sie sich ungemein über Ihren Marketingerfolg und man ist geneigt, ihr auch dazu zu gratulieren, haben wir durch unser anschauen gerade dazu beigetragen. Die Frage bleibt: ist das der richtige Weg?

Eltern müssen Ihrer Verantwortung gerecht werden

Ich finde, dass Eltern sich nicht damit abfinden dürfen, wenn ihr Kind sich dermaßen in den sozialen Medien entblößt. Klar, der eine oder andere wird damit Geld verdienen - das verlinkte Video allein sollte bei den mehreren millionen Besuchen einige tausend Euro gemacht haben. Aber das gilt ja nun nicht für die Masse, so dass daraus eine Profession entstehen kann. Wenn daraus keine Profession wird, kann auch keine Professionalität herrschen. Ohne Professionalität aber auch kein Schutz der Privatsphäre, da die Kenntnis vom Medium Internet bei Kindern einfach zu rudimentär ist.

Eltern sind hier in der Pflicht, ihre Kinder zu beschützen und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht in den sozialen Medien wie Facebook entblößen. Denn wenn es mit der online-Karriere nicht klappt, winken ganz schnell extrem negative Folgen, denn das Internet vergißt nichts, niemals. Einmal ein Foto als Betrunkener hochgeladen, als randalierendes Kind zu Silvester oder als "kommender Star" bei Youtube - die Inhalte werden bis zum Ende Ihres Lebens die Begleiter der Kinder bleiben.

Ein weiteres Beispiel ist unten dargestellt. Es handelt sich hierbei um eine Entblößung, die wesentlich unprofessioneller ist und dementsprechend mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Professionalisierung nach sich ziehen wird:

Was man jetzt als unbeholfen, naiv oder vielleicht peinlichen Versuch, Aufmerksamkeit zu generieren versteht, kann in zehn Jahren zu deutlichen Nachteilen bei der Berufswahl werden. Wer kann sich dieses Mädchen als Lehrerin oder Leiterin eines Supermarkts vorstellen?

Deshalb hier der eindringliche Aufruf: Liebe Eltern, stoppt die digitale Entblößung Eurer Kinder; Es hat mit naivem Unfug nichts zu tun, wenn sich Kinder so freizügig präsentieren!