Liebe Freunde, wir sind ja sonst eher ein Ort für den einen oder anderen Schabernack. Hin und wieder ist es jedoch angebracht, dass wir auf Widersprüche hinweisen, die so allgemein akzeptiert sind, dass man sie für wahr hält. Heute geht es uns um, ja, Windeln. Ihr erinnert Euch, die teile, die Ihr voll gemacht habt, als Ihr Euren Eltern ordentlich auf die Ketten gegangen seid (also etwas weniger als jetzt...). Alle Eltern, die etwas auf sich halten, nehmen die Marke mit dem großen P am Anfang. Aber ist das auch richtig so?

Die Windel-Fakten

Wir haben etwas nachgeforscht und sind auf interessante Dinge gestoßen, die dem einen oder anderen sicher so nicht geläufig sind. Bei Stoffwindeln denken sicher alle an die Horrorgeschichten aus (Groß)Mutters Zeiten zurück, als das ganze Haus gestunken hat und in ordentlicher Regelmäßigkeit die ganzen Sachen vom Nachwuchs durchtränkt waren mit dem, was da nu halt so raus kommt... Diese Geschichten sind auch der Grund, warum sich viele erst gar nicht mit dem Thema Stoffwindeln befassen wollen. Fakt ist jedoch: Stoffwindeln sind auf die Dauer, sogar bei Einberechnung der Waschkosten nicht nur um etwa 500€ billiger - pro Kind (siehe Rechnung hier). Nein, Stoffwindeln sind sogar noch besser fürs Kind. Warum? Es wird schneller trocken als Wegwerfwindeln und die Sachen, die da so in der Windel liegen, werden nicht durch chemische Prozesse gebunden. Ja, ihr habt richtig gelesen. Bei Windeln, die so schön trocken sind, liegt das Ganze nicht an einer schön porösen Struktur, nein, die Feuchtigkeit wird direkt in einer Geleesubstanz gebunden. Beweis?! Macht einfach den Test: schüttet etwas Wasser auf eine Wegwerfwindel und versucht, es wieder auszudrücken. Keine Chance: Das Wasser ist für immer "verschluckt". Aber wer kommt denn auf die Idee, solche Chemikalien in die Nähe der empfindlichsten Stellen eines Kindes zu platzieren? Man weiss es nicht...

Das war noch nichtmal alles...

Mitwachsende Stoffwindeln sind preiswerter, verträglicher fürs Baby und besser für die Umwelt Also hätten wir schonmal: Stoffwindeln sind besser für den Geldbeutel und fürs Kind. Selbstredend ist natürlich, dass Windeln aus Stoff auch umweltverträglicher sind. Insbesondere, wenn sie mitwachsen, wie das Exemplar auf der rechten Seite. Natürlich gibt es inzwischen auch Wegwerfwindeln, die recycelt werden können und nicht die etwa 500 Jahre auf der Deponie vor sich hin modern, bis sie endlich abgebaut sind. Aber lasst Euch nicht ins Boxhorn jagen und überschlagt einfach mal, wie viele Windeln Ihr bei einem täglichen Verbrauch von sagen wir mal 5 Windeln pro tag etwa ein Jahr lang in den Müll hauen werdet - so ungefähr 1800. Verglichen mit den 20 bis 30 Stoffwindeln, die Ihr sonst insgesamt brauchen würdet, ist das schon ne andere Größenordnung. Und glaubt ja nicht, dass Ihr die 1800 Recycle-Wegwerfwindeln auch immer brav in die richtige Tonne kloppt...

Deshalb unser Fazit: Schluss mit dem Wegwerfwindel-Unfug!